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Fruchtfolgeflächen: Ja zu einem flexiblen Schutz

30. January 2018

Medienmitteilung

Die Expertengruppe zur Überarbeitung und Stärkung des Sachplans Fruchtfolge­­flächen hat heute ihren Schlussbericht veröffentlicht. Das Vernehmlassungs­­ver­­fahren wird Ende 2018 eröffnet. Im Mittelpunkt des neuen Plans steht für den sgv die produktive Funktion der Fruchtfolgeflächen FFF. Mit den Fruchtfolgeflächen muss umsichtiger umgegangen werden. Ein absoluter Schutz ginge aber eindeutig zu weit. Es braucht den notwendigen Handlungsspielraum und eine systematische Interessenabwägung.

Im Rahmen der Ablehnung der zweiten Etappe des Raumplanungsgesetzes wurde das Kernthema des Schutzes der Fruchtfolgeflächen FFF im Jahr 2015 aus den weiteren Arbeiten ausgekoppelt und von einer Expertengruppe separat behandelt.

Der sgv hat seine Interessen in der Expertengruppe eingebracht und verlangt, dass die Kernthemen der Interessenabwägung und der Flexibilisierung der Bodennutzung in den überarbeiteten Sachplan einfliessen. Ausserdem sollen die kantonalen Kontingente aus dem Jahr 1992 überprüft und an die wirtschaftliche und demo­graphische Entwicklung sowie an die technischen Fortschritte, die eine erhöhte Produktivität mit sich gebracht haben, angepasst werden. Heute wird für die gleiche Produktionsmenge weniger Boden benötigt; die Bodenflächen müssen folglich überprüft und angepasst werden.

Mit den Fruchtfolgeflächen muss umsichtiger umgegangen werden. Ein absoluter Schutz ist hingegen nicht angebracht. Es soll kein starres Modell entstehen, sondern ein flexiblerer Sachplan geschaffen werden. Aus diesem Grund spricht sich der sgv gegen ein fixes Minimalkontingent aus. Er begrüsst hingegen die Idee eines „FFF-Trades“ zwischen den Kantonen. Dazu wird  eine neue Datenerhebung notwendig. Diese wird jedoch keine unverrückbaren Flächen zur Folge haben. Der Abtausch von FFF zwischen den Kantonen kann sofort umgesetzt werden.

Auch die potentielle Flexibilisierung des Schutzes der Moore und der Wälder soll in die Interessenabwägung einfliessen.

Weitere Auskünfte
Hans-Ulrich Bigler, Direktor, Nationalrat, Tel. 031 380 14 14, Mobile 079 285 47 09
Hélène Noirjean, Ressortleiterin, Tel. 031 380 14 34, Mobile 079 394 80 87


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